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Große Hunderassen Langhaar: 12 majestätische Rassen

aktualisiert 10. September 2026 24 Min. Lesezeit 4 Quellen

Zusammenfassung: Große Hunderassen Langhaar

  • 12 beliebte Rassen von Golden Retriever über Berner Sennenhund bis zum Tibet Mastiff
  • Schulterhöhe ab 50 cm, sehr große Langhaar-Rassen wie Leonberger, Neufundländer oder Bernhardiner erreichen 71 bis 90 cm
  • Fellpflege 3- bis 4-mal pro Woche, im Fellwechsel täglich, pro Einheit 15 bis 30 Minuten
  • Monatliche Kosten 140 bis 290 Euro laut Hundeportal24 (2025), über das gesamte Hundeleben 20.000 bis 30.000 Euro
  • Anfängerfreundlich sind Golden Retriever, Berner Sennenhund und Collie, erfahrene Halter brauchen Chow Chow, Afghane und Tibet Mastiff

Große Hunderassen mit Langhaar vereinen imposante Größe mit einem wallenden Fell, das viel Pflege verlangt. Der treue Golden Retriever, der sanfte Berner Sennenhund, der löwenähnliche Leonberger: Diese Hunde erreichen eine Schulterhöhe von mindestens 50 cm und bringen je nach Rasse 18 bis 120 kg auf die Waage. Wer sich für eine dieser Rassen entscheidet, entscheidet sich gleichzeitig für Hundehaare auf dem Sofa und für feste Bürstetermine im Wochenplan.

Dieser Ratgeber stellt die 12 beliebtesten großen Hunderassen mit langem Fell vor. Für jede Rasse findest du Schulterhöhe, Gewicht, Charakter, Bewegungsbedarf und den konkreten Pflegeaufwand. Dazu kommen aktuelle Haltungskosten, typische Gesundheitsrisiken großer Rassen und eine Entscheidungshilfe nach Lebensstil.

Große Hunderassen mit Langhaar stehen gemeinsam auf einer grünen Wiese
KI-generiert
12
Rassen im Porträt
50-90 cm
Schulterhöhe
3-4x
Bürsten pro Woche
140-290 €
Kosten pro Monat

Welche großen Hunderassen mit Langhaar gibt es im Vergleich?

Zu den großen Langhaar-Hunderassen zählen Golden Retriever, Australian Shepherd, Berner Sennenhund, Afghanischer Windhund, Neufundländer, Leonberger, Collie, Chow Chow, Bernhardiner, Großer Pyrenäenhund, Flat-Coated Retriever und Tibet Mastiff.

Die folgende Tabelle fasst alle 12 großen Langhaar-Hunderassen zusammen. Die Angaben zu Größe und Gewicht stammen aus den Rassestandards der FCI (Fédération Cynologique Internationale) und des VDH. Die Anfängereignung bewertet, wie viel Hundeerfahrung eine Rasse im Alltag voraussetzt.

Vergleich großer Hunderassen mit Langhaar, mehrere Rassen im Profil
KI-generiert
RasseSchulterhöheGewichtLebenserwartungAnfängereignung
Golden Retriever51-61 cm25-34 kg10-12 Jahre★★★★★
Australian Shepherd46-58 cm18-29 kg12-15 Jahre★★★☆☆
Berner Sennenhund58-70 cm36-50 kg7-10 Jahre★★★★☆
Afghanischer Windhund63-74 cm23-27 kg12-14 Jahre★★☆☆☆
Neufundländer63-71 cm45-68 kg8-10 Jahre★★★★☆
Leonberger65-80 cm41-75 kg8-9 Jahre★★★☆☆
Collie (Langhaar)51-61 cm18-30 kg12-14 Jahre★★★★☆
Chow Chow46-56 cm20-32 kg9-15 Jahre★★☆☆☆
Bernhardiner65-90 cm54-120 kg8-10 Jahre★★★☆☆
Großer Pyrenäenhund65-82 cm36-54 kg10-12 Jahre★★☆☆☆
Flat-Coated Retriever56-61 cm25-36 kg10-12 Jahre★★★★☆
Tibet Mastiff61-76 cm36-73 kg10-12 Jahre★☆☆☆☆
ℹ️
Hinweis zur Größeneinordnung

Die FCI definiert keine offizielle Grenze zwischen mittelgroßen und großen Hunderassen. In diesem Ratgeber gelten Rassen ab 50 cm Schulterhöhe als groß, Rassen ab 65 cm als sehr groß. Beim Australian Shepherd und beim Chow Chow erreichen vor allem Rüden die 50-cm-Marke, Hündinnen bleiben oft darunter.

Die Nachfrage nach großen Hunden hat sich nach dem Corona-Boom deutlich abgekühlt. Laut VDH-Welpenstatistik wurden 2025 rund 56.000 Welpen neu registriert, der niedrigste Stand seit 2008. Fachleute deuten diesen Rückgang als bewusstere Anschaffung. Wer eine große Langhaar-Rasse plant, kalkuliert heute Pflegezeit und Kosten realistischer als noch vor fünf Jahren. Wie viele Rassen weltweit überhaupt zur Auswahl stehen, zeigt die Übersicht wie viele Hunderassen es gibt.

1. Golden Retriever: der beliebteste Langhaar-Hund Deutschlands

Der Golden Retriever ist die bekannteste große Hunderasse mit Langhaar in Deutschland und gehört seit Jahren zu den fünf meistregistrierten Rassen im VDH. Seine Kombination aus freundlichem Wesen, hoher Lernbereitschaft und goldenem Langfell macht ihn zum Klassiker unter den Familienhunden.

Golden Retriever mit goldenem Langhaarfell im Gegenlicht auf einer Wiese
KI-generiert

Charakter und Wesen des Golden Retrievers

Golden Retriever gelten als besonders menschenbezogen und geduldig. Die Rasse wurde im 19. Jahrhundert in Schottland als Apportierhund für die Jagd gezüchtet, daher stammt ihre ausgeprägte Kooperationsbereitschaft. Im Intelligenz-Ranking des Psychologen Stanley Coren liegt der Golden Retriever auf Platz 4 von 79 bewerteten Rassen. Hunde dieser Gruppe verstehen neue Kommandos oft nach weniger als fünf Wiederholungen.

Für Familien mit Kindern ist der Golden Retriever eine solide Wahl. Er zeigt eine hohe Reizschwelle und reagiert gelassen auf Alltagslärm. Auch als Hunderasse für Anfänger eignet er sich, weil er Fehler in der Erziehung verhältnismäßig gut verzeiht.

Fell und Pflegeaufwand

Das Fell des Golden Retrievers ist mittellang bis lang, leicht gewellt und wasserabweisend. Die dichte Unterwolle schützt vor Kälte und Nässe. Golden Retriever haaren ganzjährig moderat, im Frühjahr und Herbst deutlich stärker.

PflegeaspektEmpfehlung
Bürsten3x pro Woche, im Fellwechsel täglich
BadenAlle 2 bis 3 Monate oder bei Bedarf
Ohren kontrollierenWöchentlich, Schlappohren erhöhen das Infektionsrisiko
Professionelle FellpflegeNicht zwingend nötig

2. Australian Shepherd: der sportliche Langhaar-Hund

Der Australian Shepherd ist die aktivste Rasse in dieser Übersicht. Trotz seines Namens wurde er in den USA als Hütehund gezüchtet. Laut TASSO e.V. verzeichnet die Rasse über 6.000 Neuregistrierungen pro Jahr (Stand 2025) und liegt damit unter den langhaarigen Rassen weit vorn.

Australian Shepherd in Blue Merle beim Laufen über eine Wiese
KI-generiert

Besondere Merkmale des Australian Shepherds

Australian Shepherds fallen durch ihre Fellfärbung auf. Die vier anerkannten Grundfarben sind Black, Red, Blue Merle und Red Merle. Ihr halblanges, leicht gewelltes Fell besitzt eine wetterfeste Unterwolle und bildet an Hals und Hinterbeinen längere Behänge.

Die Rasse benötigt 2 bis 3 Stunden Bewegung und geistige Arbeit pro Tag. Ohne Aufgabe entwickeln Australian Shepherds häufig Verhaltensprobleme, etwa ständiges Bellen oder das Hüten von Joggern und Fahrrädern. Agility, Obedience, Dummyarbeit und Trickdog passen gut zu diesem Arbeitstyp.

⚠️
Merle-Faktor beachten

Zwei Merle-farbene Australian Shepherds dürfen in Deutschland nicht miteinander verpaart werden. Die Merle-mal-Merle-Verpaarung gilt als Qualzucht nach Tierschutzgesetz, weil sie zu schweren Seh- und Hörschäden bei den Welpen führen kann. Frage beim Züchter gezielt nach den Farben beider Elterntiere.

3. Berner Sennenhund: der sanfte Riese aus der Schweiz

Der Berner Sennenhund ist eine der bekanntesten großen Hunderassen mit langem Fell. Sein dreifarbiges Fell in Schwarz, Weiß und Rostbraun ist unverwechselbar. Mit 58 bis 70 cm Schulterhöhe und 36 bis 50 kg Gewicht zählt er zu den kräftigen Langhaar-Rassen.

Berner Sennenhund mit dreifarbigem Langhaarfell liegt entspannt im Gras
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Charakter und Familientauglichkeit

Berner Sennenhunde sind für ihre Gutmütigkeit bekannt. Der VDH beschreibt die Rasse als selbstsicher, aufmerksam und furchtlos im Alltag. Gleichzeitig reagieren Berner sehr sensibel auf die Stimmung ihrer Bezugspersonen.

Als Familienhund überzeugt die Rasse durch Geduld mit Kindern und Verträglichkeit mit anderen Haustieren. Der Bewegungsbedarf liegt mit 1,5 bis 2 Stunden täglich moderat. Wer einen entspannten Begleiter sucht, findet weitere Kandidaten unter den ruhigen Hunderassen.

Gesundheitliche Besonderheiten

Die Lebenserwartung des Berner Sennenhunds liegt mit 7 bis 10 Jahren unter dem Durchschnitt großer Hunderassen. Untersuchungen zu Rasseprädispositionen, unter anderem an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, weisen für die Rasse eine erhöhte Anfälligkeit für Histiozytose und Hüftgelenksdysplasie aus.

Häufige ErkrankungenVorsorge
Hüftgelenksdysplasie (HD)HD-Röntgen der Elterntiere einsehen
Histiozytose (Tumorerkrankung)Jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 5 Jahren
Ellbogendysplasie (ED)ED-Befund der Elterntiere prüfen
KreuzbandrissGewicht kontrollieren, Treppen im Welpenalter meiden

4. Afghanischer Windhund: die eleganteste Langhaar-Rasse

Der Afghanische Windhund gilt als eine der ältesten Hunderassen der Welt. Seine Vorfahren lebten in den Bergregionen Afghanistans und wurden dort zur Jagd auf Gazellen und Wölfe eingesetzt. Das lange, seidige Fell und die schlanke Statur machen ihn zur elegantesten unter den großen Langhaar-Hunderassen.

Fell und Erscheinung

Das Fell des Afghanen ist extrem lang, fein und seidig. Anders als die meisten großen Hunderassen mit Langhaar besitzt er kaum Unterwolle. Dadurch haart er weniger, verfilzt aber schneller. Ohne täglichen Kamm bilden sich innerhalb weniger Tage feste Knoten hinter den Ohren und an den Hinterbeinen.

Afghanische Windhunde erreichen 63 bis 74 cm Schulterhöhe bei nur 23 bis 27 kg Gewicht. Ihr Fell kommt in fast allen Farben vor, darunter Schwarz, Creme, Rot und gestromt.

Haltung und Erziehung

Afghanische Windhunde sind eigenständig und treffen eigene Entscheidungen. Im Gegensatz zum Golden Retriever zeigt der Afghane wenig Bereitschaft, Kommandos ohne eigenen Nutzen auszuführen. Ein sicher eingezäuntes Grundstück ist Pflicht, denn die Rasse erreicht im Sprint bis zu 60 km/h und schaltet bei Wildsichtung kaum noch auf Ansprache. Für den Urlaub lohnt deshalb ein Ferienhaus mit eingezäuntem Grundstück.

5. Neufundländer: der sanfte Wasserriese

Der Neufundländer gehört zu den größten Langhaar-Hunderassen und wurde als Arbeitshund für Fischer auf der kanadischen Insel Neufundland gezüchtet. Mit bis zu 71 cm Schulterhöhe und 45 bis 68 kg Gewicht zählt er klar zu den sehr großen Rassen mit langem Fell.

Neufundländer besitzen ein dichtes, wasserabweisendes Doppelfell und Schwimmhäute zwischen den Zehen. Beides macht sie zu Ausnahmeschwimmern, weshalb sie bis heute in der Wasserrettung arbeiten. Anerkannte Farben sind Schwarz, Braun und Weiß-Schwarz in der Landseer-Zeichnung.

💡
Fellpflege-Tipp für Neufundländer

Arbeite mit zwei Werkzeugen: einem grobzinkigen Kamm für die Unterwolle und einer Slicker-Bürste für das Deckhaar. Plane pro Einheit 20 bis 30 Minuten ein und teile das Fell dabei in Bahnen. Detaillierte Anleitungen findest du im Fellpflege-Ratgeber.

Trotz der imposanten Größe ist der Neufundländer außerordentlich sanftmütig und gilt als geduldiger Familienhund. Sein Bewegungsbedarf liegt mit 1 bis 1,5 Stunden täglich niedriger als bei vielen kleineren Rassen. Schwimmen ist seine bevorzugte Beschäftigung, ausgedehnte Laufeinheiten belasten dagegen die Gelenke.

6. Leonberger: der löwenähnliche Familienhund

Der Leonberger erreicht bis zu 80 cm Schulterhöhe und 41 bis 75 kg Gewicht. Die Rasse entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in der Stadt Leonberg bei Stuttgart, wo ein Löwenhund als lebendes Stadtwappen gezüchtet werden sollte.

Fell und Erscheinung des Leonbergers

Leonberger tragen ein mittellanges bis langes, anliegendes Fell mit dichter Unterwolle. Typisch ist die löwenartige Mähne an Brust und Hals, die bei Rüden besonders ausgeprägt ist. Die Fellfarben reichen von Löwengelb über Rot bis Rotbraun, immer mit schwarzer Maske.

Der Pflegeaufwand ist hoch. Drei bis vier gründliche Bürsteinheiten pro Woche sind das Minimum. Im Fellwechsel fallen große Mengen Unterwolle an, dann hilft nur tägliches Bürsten mit Unterwollkamm.

Wesen und Haltung

Der FCI-Standard beschreibt den Leonberger als selbstbewusst, gelassen und temperamentvoll. Er ist familienfreundlich, wachsam ohne Schärfe und verträglich mit Kindern. Der Bewegungsbedarf liegt bei 1,5 bis 2 Stunden täglich. Wegen seiner Größe braucht ein Leonberger ein Haus mit Garten, eine reine Wohnungshaltung in einer kleinen Stadtwohnung ist nicht artgerecht.

7. Collie (Langhaar): der intelligente Filmhund

Der Langhaar-Collie wurde durch die Serie Lassie weltberühmt. Mit 51 bis 61 cm Schulterhöhe und 18 bis 30 kg Gewicht ist er die leichteste große Langhaar-Rasse in dieser Übersicht. Sein üppiges Fell mit der charakteristischen Halskrause und die schmale, lange Schnauze machen ihn unverwechselbar.

Collies lernen schnell und arbeiten gern mit ihrem Menschen zusammen. Sie eignen sich für Hundesport und für Familien, die Wert auf einen feinfühligen Hund legen. Die Rasse reagiert sensibel auf laute Ansagen, ein ruhiger und konsequenter Erziehungsstil funktioniert besser. Grundlegende Kommandos für Hunde sitzen beim Collie oft nach wenigen Übungseinheiten.

🦁

Leonberger

Bis 80 cm, löwenartige Mähne, gelassen und familientauglich

🐻

Neufundländer

Bis 71 cm, Wasserrettungshund mit Schwimmhäuten und Doppelfell

🏔️

Bernhardiner

Bis 90 cm, die größte Langhaar-Rasse, legendärer Lawinenhund

🐑

Gr. Pyrenäenhund

Bis 82 cm, weißes Fell, eigenständiger Herdenschutzhund

8. Chow Chow: der würdevolle Löwenhund

Der Chow Chow stammt aus China und fällt durch sein extrem dichtes, plüschiges Fell und seine blauschwarze Zunge auf. Mit 46 bis 56 cm Schulterhöhe liegt er an der unteren Grenze der großen Hunderassen, sein Fellvolumen lässt ihn jedoch deutlich massiger wirken.

Chow Chows gelten als eigensinnig und katzenartig unabhängig. Sie binden sich eng an eine Bezugsperson, bleiben Fremden gegenüber aber distanziert. Die Rasse braucht Halter, die einen selbstständig denkenden Hund führen können, ohne in Machtkämpfe zu geraten. Der Bewegungsbedarf ist mit etwa 1 Stunde täglich gering, das dichte Doppelfell macht die Rasse jedoch hitzeempfindlich.

9. Bernhardiner: der legendäre Rettungshund

Der Bernhardiner ist mit bis zu 90 cm Schulterhöhe und 54 bis 120 kg Gewicht die größte Hunderasse mit Langhaar. Gezüchtet wurde er im Hospiz auf dem Großen St. Bernhard-Pass in der Schweiz. Der berühmte Rüde Barry rettete Anfang des 19. Jahrhunderts über 40 Menschen aus Schneelawinen.

Es gibt den Bernhardiner in einer kurzhaarigen und einer langhaarigen Varietät. Beide sind sanft, geduldig und ausgesprochen ruhig im Haus. Der hohe Speichelfluss und der Platzbedarf sind die größten Alltagsthemen. Bei einem Hund von 90 kg wiegt schon ein Sprung aufs Sofa schwer, deshalb sollte Grundgehorsam vor dem Wachstumsschub sitzen.

10. Großer Pyrenäenhund: der weiße Herdenschützer

Der Große Pyrenäenhund erreicht 65 bis 82 cm Schulterhöhe und trägt ein langes, dichtes, überwiegend weißes Fell. Über Jahrhunderte bewachte er Schafherden in den Pyrenäen, meist ohne Hirten in Sichtweite. Diese Aufgabe prägt die Rasse bis heute: Sie entscheidet selbstständig, wer sich dem Grundstück nähern darf.

Für die Stadthaltung ist der Pyrenäenberghund nicht geeignet. Er neigt zu nächtlichem Bellen als Reviermeldung und braucht ein großes, sicher eingezäuntes Grundstück. Sein Fell verlangt zwei bis drei ausgiebige Bürsteinheiten pro Woche, weißes Langhaar zeigt Schmutz zudem deutlich.

11. Flat-Coated Retriever: der fröhliche Schwarze

Der Flat-Coated Retriever ist der weniger bekannte Verwandte des Golden Retrievers. Sein glattes, mittellanges Fell kommt in Schwarz oder Leberbraun vor und liegt dicht am Körper an. Mit 56 bis 61 cm Schulterhöhe und 25 bis 36 kg ist er sportlich gebaut.

Unter Hundefreunden gilt der Flat-Coated Retriever als Peter Pan unter den Hunden, weil er sein welpenhaftes Temperament bis ins hohe Alter behält. Er braucht 2 Stunden Bewegung täglich und liebt Dummyarbeit im Wasser. Wer eine große schwarze Langhaar-Rasse mit weniger Fellvolumen als der Neufundländer sucht, findet hier eine passende Alternative.

12. Tibet Mastiff: der imposante Wächter

Der Tibet Mastiff, auch Do Khyi genannt, ist eine der urtümlichsten großen Hunderassen mit Langhaar. Er erreicht bis zu 76 cm Schulterhöhe und 36 bis 73 kg Gewicht. Sein extrem dichtes, wetterbeständiges Fell mit ausgeprägter Mähne schützte ihn im Hochland Tibets bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Die Rasse ist territorial, wachsam und ausgesprochen eigenständig. Ein Tibet Mastiff arbeitet nicht für Leckerlis, sondern nach eigener Einschätzung der Lage. Er gehört ausschließlich in erfahrene Hände mit großem, gut gesichertem Grundstück. In mehreren Bundesländern gelten für die Haltung großer Wachhunde zusätzliche Auflagen, ein Blick in die Landeshundeverordnung lohnt vor dem Kauf.

Große Hunderassen ohne Langhaar: die wichtigsten Alternativen

Nicht jede imposante Rasse bringt langes Fell mit. Wer die Größe mag, den Pflegeaufwand aber scheut, findet unter den kurzhaarigen Riesen echte Alternativen. Die folgende Tabelle ordnet häufig gesuchte große Hunderassen nach Felltyp ein.

RasseFelltypSchulterhöhePflegeaufwand
Deutsche DoggeKurzhaar72-90 cmGering, 1x pro Woche
Cane CorsoKurzhaar60-68 cmGering, 1x pro Woche
Rhodesian RidgebackKurzhaar61-69 cmGering, 1x pro Woche
Labrador RetrieverKurzhaar mit Unterwolle54-57 cmMittel, 2x pro Woche
Irischer WolfshundRauhaar71-86 cmMittel, Trimmen nötig
Deutscher Schäferhund (Langstockhaar)Langhaar mit Unterwolle55-65 cmHoch, 3-4x pro Woche

Beim Deutschen Schäferhund lohnt ein genauer Blick: Die FCI erkennt seit 2010 die Varietät Langstockhaar mit Unterwolle offiziell an. Diese Hunde tragen deutlich längeres Deckhaar, eine sichtbare Halskrause und ausgeprägte Hosen. Ihr Pflegebedarf entspricht dem anderer großer Langhaar-Hunderassen.

Der Irische Wolfshund fällt in eine eigene Kategorie. Sein rauhes, drahtiges Haar wird nicht gebürstet, sondern zwei- bis dreimal jährlich getrimmt. Wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber zum Trimmen des Hundes.

Auch im kleinen und mittleren Format gibt es zahlreiche langhaarige Rassen, etwa Yorkshire Terrier, Cavalier King Charles Spaniel, Shih Tzu oder Havaneser. Sie brauchen ähnlich viel Bürstzeit, aber deutlich weniger Platz und Futter. Eine Übersicht bietet der Ratgeber zu kleinen Hunderassen.

Wie pflegt man große Hunderassen mit Langhaar richtig?

Die Fellpflege richtet sich nach dem Felltyp und umfasst Grobentknotung, Bearbeiten der Unterwolle sowie Bürsten des Deckhaars mit passendem Werkzeug.

Regelmäßiges Bürsten ist bei großen Langhaar-Hunderassen keine Kosmetik, sondern Gesundheitsvorsorge. Verfilztes Fell zieht an der Haut, hält Feuchtigkeit fest und begünstigt Ekzeme, Hotspots und Parasitenbefall. Der konkrete Aufwand hängt vom Felltyp ab.

Felltypen und passende Pflegeutensilien

FelltypBeispielrassenEmpfohlene WerkzeugeBürstfrequenz
Seidig, ohne UnterwolleAfghanischer WindhundMetallkamm und Slicker-BürsteTäglich
Dicht mit UnterwolleGolden Retriever, CollieUnterwollkamm und Zupfbürste3-4x pro Woche
Extrem dicht, plüschigChow Chow, NeufundländerGrobzinkiger Kamm und Slicker-Bürste3-4x pro Woche
Glatt, mittellangFlat-Coated RetrieverNaturhaarbürste und Metallkamm2-3x pro Woche
1

Grobentknotung

Knoten mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm von der Spitze her lösen

2

Unterwolle bearbeiten

Mit Unterwollkamm in Bahnen arbeiten und lose Wolle herausnehmen

3

Deckhaar bürsten

Mit der Slicker-Bürste in Wuchsrichtung glätten und Reste entfernen

✓

Problemzonen prüfen

Hinter den Ohren, in den Achseln und an den Hosen auf Verfilzungen kontrollieren

Fellwechsel bei großen Langhaar-Hunden

Große Hunderassen mit Langhaar und Unterwolle durchlaufen zweimal jährlich einen intensiven Fellwechsel, im Frühjahr und im Herbst. In diesen 4 bis 8 Wochen verlieren sie große Mengen Unterwolle. Tägliches Bürsten verkürzt die Phase und hält die Wohnung deutlich sauberer. Verliert ein Hund außerhalb dieser Zeitfenster auffällig viel Fell oder bilden sich kahle Stellen, gehört das tierärztlich abgeklärt.

⚠️
Doppelfell niemals scheren

Das Doppelfell großer Langhaar-Rassen darf nicht geschoren werden. Die Unterwolle isoliert gegen Kälte und schützt im Sommer vor Hitze und Sonnenbrand. Geschorenes Fell wächst häufig ungleichmäßig nach und verliert seine isolierende Struktur dauerhaft.

Haltung großer Hunderassen mit Langhaar: Anforderungen und Kosten

Große Hunderassen mit Langhaar stellen konkrete Anforderungen an Wohnraum, Zeit und Budget. Eine verantwortungsvolle Haltung beginnt mit der ehrlichen Rechnung, bevor der Welpe einzieht.

Platz und Wohnraum

Ein Neufundländer, der sich ausstreckt, belegt gut 1,5 Meter Bodenfläche. In einer 60-Quadratmeter-Wohnung mit engem Flur führt das täglich zu Gedrängel, besonders wenn nasses Langhaarfell dazukommt. Für Leonberger, Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund ist ein Haus mit eingezäuntem Garten praktisch Voraussetzung. Golden Retriever, Collie und Australian Shepherd lassen sich in einer großen Wohnung halten, wenn der Auslauf stimmt.

Vorteile großer Langhaar-Hunde

  • Imposante Erscheinung mit hohem Wiedererkennungswert
  • Viele Rassen sind im Haus ruhiger als kleine Terrier
  • Ausgeprägte Familientauglichkeit bei Retriever und Sennenhund
  • Dichtes Fell macht sie wetterfest bei Kälte und Nässe
  • Natürlicher Wachinstinkt bei Herdenschutz- und Wachhunden

Nachteile großer Langhaar-Hunde

  • 15 bis 30 Minuten Fellpflege pro Bürsteinheit
  • Starker Haarausfall im Fellwechsel über 4 bis 8 Wochen
  • Höhere Futter-, Versicherungs- und Tierarztkosten
  • Kürzere Lebenserwartung als kleine Rassen
  • Großes Auto und viel Platz im Haushalt nötig

Monatliche Kosten im Überblick

Laut Hundeportal24 liegen die monatlichen Haltungskosten für einen großen Hund wie Schäferhund oder Berner Sennenhund bei 140 bis 290 Euro, inklusive Futter, Tierarzt, Versicherung und Hundesteuer. Über das gesamte Hundeleben summieren sich die Ausgaben nach Berechnungen von zoo24 (2025) auf 20.000 bis 30.000 Euro. Große Rassen liegen wegen des Futterbedarfs meist im oberen Bereich: Ein 40 kg schwerer Hund frisst je nach Aktivität 400 bis 600 g Trockenfutter pro Tag.

KostenpositionMonatlichJährlich
Futter (hochwertig)80-150 €960-1.800 €
Haftpflichtversicherung5-15 €60-180 €
Hundesteuer5-20 €60-240 €
Pflegeprodukte und Bürsten10-20 €120-240 €
Tierarzt-Rücklage30-50 €360-600 €
Gesamt130-255 €1.560-3.060 €

Nicht enthalten sind einmalige Anschaffungen wie Hundebett, Transportbox und Geschirr sowie eine optionale Krankenversicherung, die bei großen Rassen 30 bis 80 Euro pro Monat kostet. Professionelle Fellpflege beim Hundefriseur schlägt mit 50 bis 100 Euro pro Termin zu Buche.

Große Langhaar-Hunderassen nach Fellfarbe

Viele Interessenten suchen gezielt nach einer bestimmten Fellfarbe. Die folgenden Abschnitte ordnen die gängigen großen Hunderassen mit Langhaar nach ihrem Erscheinungsbild.

Große Langhaar-Hunderassen in Schwarz

Schwarze Langhaar-Hunde wirken besonders imposant. Der Neufundländer in Schwarz ist die bekannteste Variante. Weitere Optionen sind der Flat-Coated Retriever, der Gordon Setter und der Tibet Mastiff in Schwarz. Auch der Berner Sennenhund trägt überwiegend schwarzes Fell, ergänzt durch weiße Brustzeichnung und rostbraune Abzeichen an Augen, Wangen und Beinen.

Große Langhaar-Hunderassen in Braun

Braune Töne finden sich beim Golden Retriever von Hellgold bis Dunkelgold, beim Leonberger in Rot und Rotbraun sowie beim Neufundländer in der braunen Farbvariante. Der Irish Setter bringt ein kastanienrotes, seidiges Langhaar mit und erreicht bis zu 67 cm Schulterhöhe. Der Flat-Coated Retriever kommt neben Schwarz auch in Leberbraun vor.

Große Langhaar-Hunderassen in Weiß

Rein weiße große Langhaar-Hunde sind selten. Der Große Pyrenäenhund ist die bekannteste Rasse dieser Gruppe. Der Kuvasz aus Ungarn erreicht bis zu 76 cm und trägt ebenfalls weißes, leicht gewelltes Fell. Der Samojede bleibt mit bis zu 57 cm knapp darunter, punktet aber mit besonders dichtem, strahlend weißem Doppelfell.

📖
Fellfarbe und Lebenserwartung

Eine Auswertung der University of Sydney (2018) mit über 33.000 Labrador Retrievern zeigte, dass schokoladenbraune Tiere im Durchschnitt rund 10 Prozent kürzer lebten als schwarze oder gelbe Artgenossen. Als Ursachen nennen die Autoren häufigere Haut- und Ohrentzündungen.

Welche Gesundheitsrisiken haben große Hunderassen mit Langhaar?

Große Langhaar-Hunderassen sind besonders anfällig für Hüftgelenksdysplasie, Magendrehung, Hotspots, Ohrentzündungen sowie Arthrose und Kreuzbandrisse.

Große Hunderassen leben statistisch kürzer als kleine. Eine Analyse der Universität Göttingen (2013) mit Daten zu mehr als 50.000 Hunden zeigte: Pro zwei Kilogramm zusätzlichem Körpergewicht sinkt die Lebenserwartung um etwa einen Monat. Langhaar-Rassen bringen zusätzlich ein erhöhtes Risiko für Haut- und Ohrprobleme mit.

Typische Gesundheitsprobleme

  • Hüftgelenksdysplasie (HD) betrifft besonders Berner Sennenhunde, Golden Retriever, Neufundländer und Leonberger
  • Magendrehung wird mit steigender Körpergröße wahrscheinlicher, gefährdet sind vor allem Bernhardiner, Leonberger und Neufundländer
  • Hotspots, also akute feuchte Dermatitis, entstehen bei dichter Unterwolle vor allem in warmen, feuchten Monaten
  • Ohrentzündungen treten bei Rassen mit Schlappohren und langem Haar häufiger auf, etwa bei Golden Retriever und Collie
  • Arthrose und Kreuzbandrisse belasten schwere Rassen ab dem mittleren Alter überproportional
🚫
Notfall: Magendrehung erkennen

Anzeichen sind ein aufgeblähter Bauch, starke Unruhe, erfolgloser Brechreiz und vermehrtes Speicheln. Eine Magendrehung ist ein absoluter Notfall und muss innerhalb von ein bis zwei Stunden operiert werden. Fahre sofort in die nächste Tierklinik und rufe unterwegs an.

Vorsorge und Gesundheitscheck

Tierärzte empfehlen für große Hunderassen ab dem fünften Lebensjahr einen jährlichen Gesundheitscheck mit Blutbild, Gelenkbeurteilung und Zahnkontrolle. Bei Rassen mit bekannter HD-Neigung ist eine Röntgenuntersuchung der Hüftgelenke im Alter von 12 bis 18 Monaten sinnvoll. Wichtiger als jede Untersuchung ist die Züchterwahl: Verlange schriftliche HD- und ED-Befunde beider Elterntiere, bevor du einen Welpen reservierst.

Erziehung großer Langhaar-Hunde

Ein 50 kg schwerer Hund, der an der Leine zieht, ist körperlich kaum zu halten. Deshalb muss die Erziehung großer Rassen abgeschlossen sein, bevor der Hund sein Endgewicht erreicht. Leinenführigkeit gehört in die ersten Lebensmonate, nicht ins zweite Jahr.

Erziehungstipps nach Rassetyp

  • Kooperative Rassen wie Golden Retriever, Collie und Flat-Coated Retriever lernen schnell über positive Verstärkung und reagieren empfindlich auf harte Korrekturen
  • Eigenständige Rassen wie Afghanischer Windhund, Chow Chow und Tibet Mastiff brauchen geduldige, klare Führung ohne Drill und akzeptieren keine sinnlose Wiederholung
  • Arbeitsrassen wie Australian Shepherd und Leonberger benötigen neben Grundgehorsam eine echte Aufgabe, sonst suchen sie sich selbst eine
✅
Sozialisierung ist entscheidend

Große Langhaar-Hunde sollten zwischen der 4. und 16. Lebenswoche möglichst viele positive Erfahrungen mit Menschen, Hunden, Untergründen und Geräuschen sammeln. Was in dieser Phase vertraut wird, bleibt ein Hundeleben lang unproblematisch.

Welche große Langhaar-Rasse passt zu mir?

Familien passen Golden Retriever und Berner Sennenhund, aktive Sportler Australian Shepherd und Collie, erfahrene Halter Afghanischer Windhund und Tibet Mastiff.

Die Wahl hängt an drei Faktoren: Wohnsituation, verfügbare Zeit und vorhandene Hundeerfahrung. Die folgende Checkliste macht die Entscheidung konkreter.

Checkliste: Bin ich bereit für einen großen Langhaar-Hund?

✓
Haus mit Garten oder große Wohnung mit kurzem Weg ins Grüne
✓
Täglich 1,5 bis 3 Stunden Zeit für Auslauf und Beschäftigung
✓
15 bis 30 Minuten Fellpflege drei- bis viermal pro Woche eingeplant
✓
Monatliches Budget von 140 bis 290 Euro plus Rücklage für Notfälle
Toleranz für Hundehaare auf Kleidung, Möbeln und im Auto
Fahrzeug mit ausreichend Platz für Box oder Kofferraumgitter

Empfehlung nach Lebensstil

LebensstilPassende RassenBegründung
Familie mit KindernGolden Retriever, Berner SennenhundGeduldig, sanft, anfängerfreundlich
Aktive SportlerAustralian Shepherd, CollieHoher Bewegungsdrang, sportlich, lernfreudig
Ruhiges LandlebenNeufundländer, BernhardinerGemütlich, brauchen Platz statt Tempo
Erfahrene HalterAfghanischer Windhund, Tibet MastiffEigenständig, anspruchsvoll in der Führung
Hundeerfahrene FamilieLeonberger, Großer PyrenäenhundWachsam, familientauglich, brauchen klare Regeln

Fazit: Große Hunderassen mit Langhaar brauchen Pflege und Platz

Große Hunderassen mit Langhaar sind treue, oft überraschend ruhige Begleiter, die im Gegenzug feste Pflegezeiten und viel Raum verlangen. Golden Retriever und Berner Sennenhund funktionieren als Familienhunde für Einsteiger, Leonberger und Neufundländer brauchen ein Haus mit Garten, Afghane und Tibet Mastiff gehören in erfahrene Hände.

Rechne vor der Anschaffung mit 140 bis 290 Euro monatlich, drei bis vier Bürsteinheiten pro Woche und 20.000 bis 30.000 Euro über das gesamte Hundeleben. Prüfe beim Züchter die HD- und ED-Befunde beider Elterntiere und lass dir Zeit bei der Auswahl. Wer diese Punkte ehrlich abhakt, bekommt einen Hund, bei dem selbst das Bürsten am Sonntagmorgen schnell zum festen Ritual wird.

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  • Afghanischer Windhund
  • Chow Chow

Häufig gestellte Fragen

Zu den beliebtesten großen Hunderassen mit langem Fell zählen Golden Retriever, Berner Sennenhund, Australian Shepherd, Afghanischer Windhund, Neufundländer, Leonberger und Collie. Alle diese Rassen erreichen eine Schulterhöhe von mindestens 50 cm. Ihr mittellanges bis langes Fell benötigt drei bis vier Bürsteinheiten pro Woche.

Sehr große Langhaar-Hunderassen mit über 65 cm Schulterhöhe sind der Neufundländer (bis 71 cm), der Leonberger (bis 80 cm), der Bernhardiner (bis 90 cm), der Große Pyrenäenhund (bis 82 cm) und der Tibet Mastiff (bis 76 cm). Diese Rassen wiegen zwischen 36 und 120 kg. Sie brauchen ein Haus mit eingezäuntem Garten.

Der Afghanische Windhund haart vergleichsweise wenig, weil sein seidiges Fell kaum Unterwolle besitzt. Auch Labradoodles und Goldendoodles, also Kreuzungen mit Pudeln, gelten als weniger haarend. Komplett haarfrei ist jedoch keine große Langhaar-Rasse. Wer Hundehaare in der Wohnung vermeiden will, sollte sich gegen ein Doppelfell entscheiden.

Große Langhaar-Hunde sollten mindestens drei- bis viermal pro Woche gründlich gebürstet werden. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst ist tägliches Bürsten empfehlenswert. Eine Bürsteinheit dauert je nach Rasse und Fellbeschaffenheit 15 bis 30 Minuten.

Einige große Langhaar-Hunderassen eignen sich gut für Anfänger, allen voran der Golden Retriever und der Berner Sennenhund. Beide Rassen gelten als geduldig, lernwillig und familienfreundlich. Rassen wie der Afghanische Windhund, der Chow Chow oder der Tibet Mastiff erfordern dagegen deutlich mehr Hundeerfahrung.

Große Langhaar-Hunderassen benötigen je nach Rasse 1,5 bis 3 Stunden Bewegung täglich. Besonders aktive Rassen wie der Australian Shepherd brauchen zusätzlich geistige Auslastung durch Hundesport oder Suchspiele. Ruhigere Rassen wie der Berner Sennenhund kommen mit 1,5 bis 2 Stunden moderater Bewegung aus.

Große Langhaar-Hunderassen in Schwarz sind der Neufundländer, der Flat-Coated Retriever, der Gordon Setter und der Tibet Mastiff. Auch der Berner Sennenhund trägt überwiegend schwarzes Fell, ergänzt durch weiße und rostbraune Abzeichen. Der Neufundländer ist die bekannteste große schwarze Langhaar-Rasse.

Laut Hundeportal24 (2025) liegen die monatlichen Haltungskosten für einen großen Hund bei 140 bis 290 Euro. Darin enthalten sind Futter, Versicherung, Hundesteuer und Tierarzt-Rücklage. Bei Langhaar-Rassen kommen 10 bis 20 Euro für Pflegeprodukte hinzu, dazu gelegentlich 50 bis 100 Euro pro Termin beim Hundefriseur.

Ja, die FCI erkennt beim Deutschen Schäferhund seit 2010 die Varietät Langstockhaar mit Unterwolle offiziell an. Diese Hunde tragen deutlich längeres Deckhaar, eine ausgeprägte Halskrause und Hosen an den Hinterbeinen. Der Pflegeaufwand entspricht dem anderer großer Langhaar-Hunderassen mit Doppelfell.

Quellen

  1. FCI – Fédération Cynologique Internationale (Rassestandards) fci.be
  2. VDH – Verband für das Deutsche Hundewesen vdh.de
  3. Tierärztliche Hochschule Hannover tiho-hannover.de
  4. TASSO e.V. tasso.net

Veröffentlicht 17. März 2026 · zuletzt aktualisiert 10. September 2026

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Michael Törner

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